Geprüft/aktualisiert: Quellen (3) redaktionell recherchiert und verglichen
Kurz gesagt
Die Margherita braucht je Pizza 60 bis 80 g geschälte Tomaten, 80 bis 100 g Mozzarella, 6 bis 7 g natives Olivenöl extra und einige Basilikumblätter (Mengen nach dem AVPN-Regelwerk, optional 5 bis 7 g Hartkäse). Lassen Sie den Mozzarella abtropfen, belegen Sie zügig und schieben Sie die Pizza mit einer schnellen Handgelenkbewegung in den Ofen. Backzeit und Temperatur richten sich nach Ihrem Gerät.
Die Margherita ist die Pizza, an der sich Teig, Sauce und Ofen am deutlichsten zeigen, weil wenig Belag nichts verdeckt. Die Mengen stammen aus dem Regelwerk der Associazione Verace Pizza Napoletana (AVPN, Kapitel 4.2) und sind mit „nach dem AVPN-Regelwerk“ gekennzeichnet. Sie gelten für die traditionelle Pizza; für Ihren Haushalt sind sie ein Ausgangspunkt, kein Gebot. Den Teig finden Sie im Grundrezept für neapolitanischen Pizzateig, die Sauce unter Pizzasauce selber machen: roh oder gekocht.
Pizza Margherita (Belag je Pizza)
Ergibt: 1 PizzaZutaten
- 200 gTeigball für eine Pizza von 22–24 cm (280 g für 28–35 cm), nach dem AVPN-Regelwerk
- 60–80 ggeschälte Tomaten (nach dem AVPN-Regelwerk), mit etwas Salz laut Saucenrezept
- 80–100 gMozzarella (Büffel- oder Kuhmilch, Fior di latte), abgetropft
- 6–7 gnatives Olivenöl extra (Toleranz +20 %, AVPN)
- einige Blätterfrisches Basilikum
- 5–7 ggeriebener Hartkäse (optional, AVPN)
Zubereitung
Ofen und Zubehör vorbereiten
Heizen Sie den Ofen nach der Anleitung Ihres Geräts auf, und legen Sie Schieber, Hitzehandschuhe und das Mehl für die Arbeitsfläche bereit. Bei Gas-, Holz- und Pelletöfen steht der Ofen im Freien und die Sicherheitshinweise der Hersteller gelten.
Mozzarella abtropfen lassen
Schneiden oder zupfen Sie den Mozzarella und lassen Sie ihn abtropfen, damit nicht zu viel Flüssigkeit auf den Teig gelangt. Das ist ein Hinweis der Redaktion, keine Quellenangabe.
Teigball dehnen
Dehnen Sie den Teigball von der Mitte nach außen und lassen Sie den Rand stehen (Cornicione). Wie der Teig entsteht, steht im Grundrezept.
Sauce auftragen
Verteilen Sie 60 bis 80 g geschälte Tomaten, zerdrückt und gesalzen, auf der Mitte des Teigs. Nach dem Regelwerk wird die Sauce gesalzen, nicht der Teig.
Mozzarella verteilen
Legen Sie 80 bis 100 g Mozzarella gleichmäßig auf die Sauce. Wer Hartkäse verwendet, gibt 5 bis 7 g geriebenen Käse dazu.
Olivenöl zugeben
Träufeln Sie 6 bis 7 g natives Olivenöl extra darüber.
Einschießen und drehen
Schieben Sie die Pizza mit einer schnellen Handgelenkbewegung vom Schieber auf den Ofenboden. Zum Drehen und Entnehmen nutzen Sie laut Regelwerk eine Metallschaufel; das Regelwerk nennt das Drehen, damit die Pizza nicht an einer Stelle verbrennt.
Basilikum zugeben und servieren
Geben Sie einige frische Basilikumblätter dazu. Das Regelwerk nennt keine Reihenfolge für das Basilikum; ob Sie es vor oder nach dem Backen aufgeben, ist Geschmackssache.
Belagmengen nach dem AVPN-Regelwerk je Pizza (Kapitel 4.2). Das Regelwerk beschreibt die traditionelle Pizza im zertifizierten Betrieb; Heimöfen, Backofen und Geschmack können Abweichungen nötig machen.
Der Belag: Warum die Mengen so klein sind
Auf den ersten Blick wirken 60 bis 80 g Tomate und 80 bis 100 g Mozzarella knapp. Die Mengen beschreiben eine eher sparsam belegte Pizza, bei der Rand (Cornicione) und Boden zur Geltung kommen. Warum das so ist, erklärt die Quelle nicht, aber der Zusammenhang ist leicht nachzuvollziehen: Je mehr Belag auf dem Teig liegt, desto mehr Feuchtigkeit und Gewicht muss er tragen, und desto länger braucht die Mitte, bis sie gar ist. Auf dieser Beobachtung der Redaktion beruht auch die Empfehlung, den Mozzarella abtropfen zu lassen: weniger Flüssigkeit auf dem Teig.
Die Tabelle stellt die Mengen aus dem Regelwerk nebeneinander, für die Margherita und die Marinara. Beide Zeilen gelten je Pizza.
| Zutat | Margherita | Marinara |
|---|---|---|
| Geschälte Tomaten | 60–80 g | 0–100 g |
| Natives Olivenöl extra | 6–7 g (Toleranz +20 %) | 6–8 g (Toleranz 20 %) |
| Mozzarella (Büffel- oder Kuhmilch, Fior di latte) | 80–100 g | kein Käse |
| Basilikum | einige frische Blätter | kein Basilikum |
| Hartkäse, gerieben | 5–7 g (optional) | kein Käse |
| Knoblauch | nicht vorgesehen | 1 Zehe (ca. 3 g) |
| Oregano | nicht vorgesehen | 0,5 g (eine Prise) |
Aus der Tabelle folgt eine praktische Regel für den Haushalt: Wiegen Sie beim ersten Mal ab und ersetzen Sie die Waage beim zweiten Mal durch Augenmaß. Nach einigen Pizzen kennen Sie die Menge, die auf Ihren Teigling passt. Andere Gewichte nennt das Regelwerk nicht; wer größere Pizzen backt, nimmt von den Mengen mehr, ohne dass eine Quelle den Faktor vorgibt. Die Größe der Pizza hängt vom Teigballen ab: 200 g für 22 bis 24 cm, 280 g für 28 bis 35 cm. Welche Größe in Ihren Ofen passt, steht in dessen Anleitung; Hilfe bei der Planung bietet Pizzaofen-Größe wählen: Backfläche und Personenzahl.
Reihenfolge und Handgriffe
Die Schrittfolge der Karte ist eine Arbeitsweise der Redaktion, die die Mengen des Regelwerks aufnimmt. Das Regelwerk selbst beschreibt vor allem, wie die Pizza in den Ofen kommt: Mit einer schnellen Handgelenkbewegung gleitet sie vom Schieber auf den Ofenboden, der Belag soll dabei nicht auslaufen. Zum Drehen im Ofen und zum Entnehmen nennt es die Metallschaufel. Es nennt auch das Ziel des Drehens: Die Pizza soll an einer Stelle des Ofenbodens nicht verbrennen, weil die Temperaturen im Ofen unterschiedlich sind. Das ist die Grundlage der Seite Pizza einschießen und drehen.
Daraus folgt: Belegen Sie zügig und direkt vor dem Backen. Je länger die belegte Pizza auf dem Schieber liegt, desto größer ist die Gefahr, dass sie kleben bleibt. Wie das vermieden wird, beschreibt Pizza klebt am Pizzaschieber. Wenn der Boden verbrennt, bevor der Belag gar ist, hilft die Diagnose auf Pizza verbrennt unten und ist oben noch roh.
Die Karten zeigen zwei Schieber unterschiedlichen Materials. Das Regelwerk nennt Holz- oder Aluminiumschieber für das Einbringen; eine Rangfolge ergibt sich daraus nicht. Welche Fläche zu Ihrem Ofen passt, hängt von dessen Öffnung ab; mehr dazu in Pizzaschieber: Holz oder Metall?.
Für mehrere Pizzen planen
Bei Gästen backen Sie meist mehrere Pizzen nacheinander. Die Tabelle rechnet die Belagmengen des Regelwerks hoch. Es ist eine Multiplikation der Redaktion, keine Angabe der Quelle; sie hilft beim Einkaufen und lässt sich mit der Waage überprüfen. Die Teigballen planen Sie mit dem Pizzateig-Rechner, der aus Anzahl und Gewicht Mehl, Wasser, Salz und Hefe berechnet.
| Pizzen | Geschälte Tomaten | Mozzarella | Olivenöl |
|---|---|---|---|
| 1 | 60–80 g | 80–100 g | 6–7 g |
| 2 | 120–160 g | 160–200 g | 12–14 g |
| 4 | 240–320 g | 320–400 g | 24–28 g |
| 6 | 360–480 g | 480–600 g | 36–42 g |
Die Werte beziehen sich auf Pizzen im Rahmen des Regelwerks (200 g Teigball für 22 bis 24 cm). Der Basilikumbedarf lässt sich nicht beziffern, weil das Regelwerk nur „einige Blätter“ nennt; ein kleiner Bund reicht in der Regel für mehrere Pizzen. Beim Backen mehrerer Pizzen entscheidet der Ofen über den Takt: Wie schnell Sie nacheinander backen können und ob der Ofen zwischen den Pizzen nachheizen muss, steht nicht in unseren Quellen; Sie sehen es an Ihrem Gerät. Lassen Sie sich Zeit beim Belegen: Die Pizza gehört erst unmittelbar vor dem Einschieben belegt.
Der Teigling: Temperieren und Dehnen
Bevor der Belag auf den Teig kommt, muss der Teig bereit sein. Stammt er aus dem Kühlschrank, nehmen Sie die Ballen rechtzeitig heraus und lassen sie abgedeckt auf Raumtemperatur kommen, bis sie sich weich anfühlen und dehnen lassen; wie lange das dauert, nennt keine unserer Quellen (siehe Pizzateig mit Kaltgare). Dehnen Sie den Teigling von der Mitte nach außen und lassen Sie den Rand stehen. Reißt der Teig, finden Sie die Prüffragen auf Pizzateig reißt, klebt oder geht nicht auf.
Mehl ist dabei ein Werkzeug, keine Zutat: Etwas Mehl auf der Arbeitsfläche und auf dem Schieber hilft, dass die Pizza gleitet; zu viel Mehl verbrennt im heißen Ofen und kann bitter schmecken. Das ist eine Beobachtung der Redaktion, keine Mengenangabe aus einer Quelle. Wie viel Mehl auf dem Schieber nötig ist, probieren Sie am besten mit einer Pizza ohne Belag aus.
Ofen, Temperatur und Backzeit
Hier muss man ehrlich sein: Das Regelwerk nennt für die zertifizierte Pizza einen Boden von etwa 380 bis 430 °C, eine Kuppel von etwa 485 °C und eine Backzeit von 60 bis 90 Sekunden. Das ist ein Wert für den zertifizierten Ofen und keine Vorgabe für Heimöfen. Wie heiß Ihr Ofen wird und wie lange Ihre Pizza braucht, steht in der Anleitung Ihres Geräts und zeigt sich am Ergebnis. Eine Zeit „nach der Uhr“ versprechen wir nicht. Wie Sie die Oberfläche messen, beschreibt Infrarot-Thermometer für den Pizzaofen; welche Werte Hersteller und Regelwerk nennen, steht unter Welche Temperatur braucht der Pizzaofen wofür?.
Im Backofen gelten niedrigere Temperaturen und längere Zeiten. Dafür gibt es ein eigenes Teigrezept: Pizzateig für den Backofen mit Stein oder Stahl. Die Gebrauchsanleitung des Backofens geht vor, und der Stein gehört auf den Rost, nicht auf den Boden des Garraums (Bosch). Wer Tipps zur Kruste im Backofen sucht, findet sie unter Pizza im Backofen knusprig bekommen.
Typische Fehler bei der Margherita
- Zu viel Belag. Das Regelwerk nennt je Pizza 60 bis 80 g Tomate und 80 bis 100 g Mozzarella.
- Nasser Mozzarella. Abtropfen lassen, damit weniger Flüssigkeit auf den Teig gelangt.
- Den Teig salzen und die Sauce auch. Nach dem Regelwerk wird die Sauce gesalzen, nicht die Teigscheibe.
- Zu lange auf dem Schieber. Zügig belegen, damit die Pizza nicht klebt.
- Heimofen und Regelwerk verwechseln. Temperatur und Backzeit des zertifizierten Ofens sind keine Vorgabe für Ihr Gerät.
- Nicht drehen. Das Regelwerk nennt das Drehen, damit die Pizza an einer Stelle nicht verbrennt.
Häufige Fragen zur Margherita
Häufige Fragen
Wie viel Belag gehört auf eine Margherita?
Das AVPN-Regelwerk nennt je Pizza 60 bis 80 g geschälte Tomaten, 6 bis 7 g natives Olivenöl extra, 80 bis 100 g Mozzarella, einige Basilikumblätter und optional 5 bis 7 g geriebenen Hartkäse. Das gilt für die traditionelle Pizza; Heimrezepte weichen ab.
Wie lange backt die Pizza und bei welcher Temperatur?
Das AVPN-Regelwerk nennt für den zertifizierten Ofen Boden ca. 380–430 °C, Kuppel ca. 485 °C und 60 bis 90 Sekunden. Das ist keine Vorgabe für Heimöfen. Maßgeblich ist die Anleitung Ihres Geräts, und im Backofen ist die Backzeit länger.
Muss der Mozzarella abtropfen?
Wir empfehlen es als Arbeitsweise der Redaktion, damit weniger Flüssigkeit auf den Teig gelangt. Eine Quellenangabe oder Zeit nennen wir dazu nicht.
Kann ich die Margherita im Backofen backen?
Ja, mit niedrigerer Hitze und längerer Backzeit. Anpassungen für den Backofen mit Stein oder Stahl stehen im Rezept für den Backofenteig. Die Gebrauchsanleitung des Backofens geht vor.
Wann kommt das Basilikum auf die Pizza?
Das Regelwerk nennt einige Blätter, aber keine Reihenfolge. Ob vor oder nach dem Backen, ist eine Geschmacksfrage.
Allgemeine Hinweise ersetzen keine Bedienungsanleitung und keine Fachberatung. Die Angaben des Herstellers gehen vor; bei Gas, Feuer und Standort gilt im Zweifel der Rat eines Fachbetriebs oder Händlers. Rechtsfragen beantworten wir nicht im Einzelfall.
Quellen und Stand
Geprüft/aktualisiert: 20.10.2026Quellen (3)redaktionell recherchiert, keine Produkttests
- Regulations for obtaining use of the collective trade mark Verace Pizza Napoletana (Il Disciplinare), englische Fassung, Kap. 4.2 – AVPN (abgerufen 16.10.2026)
- Ooni Karu 12 Manual (UU-P0A100), Safety Legal Disclaimer – Ooni (Hosting: Hornbach) (abgerufen 16.10.2026)
- Gebrauchsanleitung Einbaubackofen HBA63B1.2S – Bosch (abgerufen 16.10.2026)